

Der interne Fingerdistraktor weist eine Platte mit einem nach extern ragenden Drehstab (Aktivator) auf. Je nach Wahl des Distraktortypen wird er mit vier oder acht Schrauben am metakarpalen Knochen fixiert. Es kann eine Verlängerung von bis zu 30 mm erreicht werden. Der Patient führt zwei mal täglich mittels eines Patientenschraubendrehers
eine exakt definierte Distraktion von 0,25 mm durch. Die Distraktionsgeschwindigkeit wird anhand von regelmäßigen Röngenkontrollen kontrolliert. Zur Vermeidung einer Adduktionskontraktur kann Physiotherapie während der Distraktion durchgeführt werden. Eine Achsenverschiebung ist nicht möglich.
Sobald die gewünschten Länge erreicht ist wird in Lokalanaesthesie der Aktivator entfernt. Die Platte wird bis zur kompletten knöchernen Durchbauung belassen. Der Patient kann sich entsprechend einer stabilen Osteosynthese frei bewegen.
Der interne Fingerdistraktor hat sich klinisch bereits bewährt und stellt eine echte Alternative zu aufwendigen Transplantationen bei der Fingerrekonstruktion nach Amputationen oder bei Fehlbildungen dar.
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