

Das war im Jahr 1923. Rudolf Buck, damals Geschäftsführer der Instrumentenmanufaktur Gebrüder Martin, schlug fünf Mitbewerbern dieses Zukunftsmodell vor. Jeder Gesellschafter sollte in der Unternehmensgruppe einen Teil des Produktionsprogramms übernehmen. Die Vision nahm Gestalt an - und sie ist bis heute Grundlage des Erfolgs der KLS Martin Group.
Die Gründung fiel in eine Zeit schwindelerregender Inflation. Wertbeständiges Geld war nur im Export zu erzielen. Über ausführliche Kataloge, die Teilnahme an internationalen Messen und weltweite Marketing-Aktivitäten erschloss sich Gebrüder Martin die internationalen Märkte und das noch junge Unternehmen blühte auf. 1931 erschien der erste Chirurgie-Hauptkatalog. Im Jahre 1936 präsentierte Gebrüder Martin zur Dentalschau den ersten Dentalkatalog. Das beständige Wachstum der Unternehmensgruppe führte 1939 zum Bau eines neuen Gebäudes in der Bahnhofstraße 124 in Tuttlingen.
Der Zweite Weltkrieg stoppte zunächst die weitere Entwicklung des Unternehmens: Am 9.2.1945 wurde das am Bahnhof gelegene Firmengebäude vollständig zerstört. Bis 1949 war das Unternehmen in Notquartieren untergebracht. Zu Beginn der 50er Jahre erschienen die neuen Chirurgie- und Dental-Kataloge. Weitere Produktlinien kamen ins Programm. So nahm Gebrüder Martin Mitte der 50er Jahre die Fertigung von Edelstahlerzeugnissen auf. 1960 begann die Entwicklung und Produktion von elektromedizinischen Geräten. Auch in vielen anderen Bereichen wurden die Produktlinien aktualisiert.
Mitte der 70er Jahre entstand in Zusammenarbeit mit Professor Maxime Champy die Basis für die bis heute erfolgreichen Produktlinien der Instrumente und Implantate zur Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie. Die neuen Produktlinien trugen immer mehr zum stetig steigenden Umsatz bei. 1978 kamen die Operationsleuchten ins Programm. Der Slogan "Martin im OP-Feld" wurde geboren - und mit einem umfassenden Sortiment ausgefüllt.
1982 konnte ein neues, modernes Vertriebsgebäude in der Ludwigstaler Straße eingeweiht werden. Die neunziger Jahre waren geprägt von einer grundlegenden Erneuerung der Produktpalette. Neue Operationsleuchten und Elektrochirurgiegeräte kamen ins Programm. Die Lasermedizin fand ihren Weg ins Sortiment.
Im Zuge der weiteren Expansion entstand 2003 das neue Warenbereitstellungszentrum. Mehr als 2000 Quadratmeter stehen nun zur Verfügung, um unsere Produkte mit modernsten Logistikkonzepten zu vertreiben.
2004 kam das erste intuitiv zu bedienende Elektrochirurgiegerät, das maxium®, auf den Markt. Der extra große Bildschirm, die wissenschaftlich erprobte Bedienphilosophie sowie eine große Anzahl von Programmen machen das maxium® zum High-End-Elektrochirurgiegerät.
2005 entstand der neue Slogan: „Surgical Innovation is our Passion“. Was wir mit diesem Slogan aussagen wollen, zeigt unsere außergewöhnliche Unternehmensbroschüre.
Unter diesem Slogan entstanden in den letzten Jahren sehr interessante Produkte, von denen wir hier nur einige Highlights nennen möchten. Detaillierte Informationen finden Sie auf den jeweiligen Produktseiten.
2006 brachten wir die marLux®-OP-Leuchten-Serie auf den Markt. Als Marktführer setzten wir mit dieser Modellreihe Standards. Bereits ein Jahr später präsentierten wir mit den marLED®-Modellen die erste OP-Leuchten-Serie mit Leuchtdioden der zweiten Generation als Leuchtmittel.
Im selben Jahr startete eine neue Ära in der Mund-, Kiefer-, Gesichts- und Neurochirurgie: SonicWeld Rx® – resorbierbare Implantate werden mit modernster Ultraschalltechnologie in der Knochenstruktur verschweißt. Dabei entsteht eine bislang nicht gekannte dreidimensionale Stabilität.
KLS Martin stellte 2007 mit dem Diodenlaser diomax® ein System vor, das von der ambulanten Praxis bis hin zum endoskopischen High-Tech-Operationssaal ein breites Anwendungsspektrum findet. Der diomax® ist einfach in der Bedienung und erfüllt die höchsten Ansprüche an die physikalischen Eigenschaften des Laserstrahls. Das macht ihn zu einem echten Multitalent für die moderne Chirurgie.
Aus Rudolf Bucks Vision von 1923 ist eine zukunftsorientierte Unternehmensgruppe mit über 700 Mitarbeitern geworden. Moderne Fertigungsstätten, große Investitionen in Forschung und Entwicklung und ein weltweites Vertriebsnetz weisen den Weg in eine erfolgreiche Zukunft.