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Sphärische Herbert-Ulnakopfprothese®

Zur Beseitigung arthrotischer Veränderungen des distalen Radioulnargelenkes wird oft die Operation nach Sauve-Kapandji durchgeführt, die gelegentlich zu einer Destabilisierung des Ulnastumpfes führen kann und dadurch ein schmerzhaftes Anschlagen des Ulnastumpfes am Radius verursacht (ulnoradiales impingement).

Die Stabilisierung des Ulnastumpfes durch bisher praktizierte Tenodesen wie z. B. mit einem Sehnenstreifen des Flexor carpi radialis ist bei beanspruchter Hand und aufgrund der Ausdehnung der Tenodese nur von kurzer Dauer. Da sich normalerweise diese Patienten bereits mehreren rekonstruktiven Operationen unterzogen haben, sind Weichteilstabilisierungseingriffe nicht mehr möglich.

Ziel der hier beschriebenen chirurgischen Behandlung ist es, die Kontinuität der Ulna wiederherzustellen. Erreicht wird dies durch eine Ulnakopfprothese, deren sphärischer Kopf mit einer im proximalen Bereich des arthrodesierten Ulnaköpfchens ausgefrästen Gelenkpfanne artikuliert. Die Entfernung des arthrodesierten Köpfchens mit Einsatz einer konventionellen Ulnakopfprothese empfiehlt sich nicht, bedingt durch fehlende Knochensubstanz zur Stabilisierung des TFCC und zerstörte ulnokarpale Ligamentansätze. Außerdem ist die Wahrscheinlichkeit eines gut erhaltenen Strecksehnenbands und einer intakten dorsalen Kapsel, wie zur Stabilisierung einer konventionellen Prothese benötigt, eher gering, da die meisten dieser Patienten bereits mehrere Operationen hinter sich haben.

Indikation

Revision nach unbefriedigender Sauve-Kapandji-Operation (ulno-radiales impingement)

Präoperative Planung

Durch eine sorgfältige klinische Untersuchung sollte das Ausmaß der Ulna- und/oder Karpusinstabilität sowie der Zustand der Weichteile festgestellt werden. Mittels der Röntgenschablonen und der 90°/90°-Röntgenaufnahmen beider Unterarme sollte eine exakte Längenplanung erfolgen. Somit können das optimale Resektionsniveau und die benötigten sphärischen Kopf- und Schaftgrößen ermittelt werden.

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