Bei kraniofazialen Fehlbildungen und Syndromen ist häufig sowohl das Mittelgesicht als auch der Gehirnschädel unterentwickelt. Die Distraktion stellt eine wirksame Option dar: Mit diesem System wird eine nahezu unbegrenzte Osteogenese bei gleichzeitigem Wachstum des Weichgewebes erzielt.

Zwei für alle Fälle

Die Arnaud-Marchac-Distraktoren tragen der Komplexität kraniofazialer Fehlbildungen insbesondere bei Kindern Rechnung.

Die Systeme wurden von den führenden französischen Chirurgen Eric Arnaud und Daniel Marchac entwickelt und sind weltweit mit die am häufigsten applizierten in dieser Indikation.

Alle Distraktoren können unabhängig voneinander im Vektor bestimmt und separat aktiviert werden. Der geringe Durchmesser der Distraktoren sichert ein Maximum an Patientenkomfort.

Insgesamt setzt der Chirurg dabei vier interne Distraktoren ein, von denen zwei die horizontale Vorverlagerung des Mittelgesichts ermöglichen, während zwei weitere kranioorbitale Distraktoren die optimale Okklusion gewährleisten.