Integrierte Fallplanung

Komplexe Rekonstruktionsfälle bergen traditionell eine große Anzahl von Unbekannten in sich. IPS nützt die erheblichen technischen Fortschritte, welche die EDV-gestützte präoperative Fallplanung in den letzten Jahren mit sich brachte und setzt das planerische Gedankengut zu einem Gesamtpaket um, welches auch kritischen chirurgischen Situationen standhalten wird.

Von anatomischen Modellen, Resektions- und Positionierungsschablonen bis hin zum eigens für den spezifischen Patient optimierten Implantat stehen dem Operationsteam alle Werkzeuge zur Verfügung, die es zur zielgerechten Umsetzung der Vorplanung benötigt.

Fallbeispiel

Exemplarisch sei hier der Fall einer Unterkieferrekonstruktion mit einem Fibulatransplantat beschrieben.

 

In einem gemeinsamen Abstimmungsprozess werden zunächst die Resektionsgrenzen festgelegt.

Auf Anweisung des behandelnden Ärzteteams soll der Defekt mit einem Fibulatransplantat der rechten Fibula rekonstruiert werden.

Vereinbarungsgemäß wird die rechte Fibula nach der Stelle untersucht, welche die bestmögliche Übereinstimmung ermöglicht.

Anatomische Gesichtspunkte werden respektiert und eine Resektionsschablone erstellt.

Virtuell wird die Spender- auf die Empfängerregion projiziert und das Transplantat...

... auf seine bestmögliche ästhetische und prothetische Versorgung hin optimiert.

Schließlich wird ein fallspezifisch optimiertes Implantat generiert.

Das gesamte Dienstleistungspaket im Überblick.

Um die Resektion wie geplant durchführen zu können, sind Resektionsschablonen notwendig, welche auch den Schnittwinkel widergeben.

Schließlich werden auch Art, Durchmesser und Länge der zu verwendenden Osteosyntheseschrauben definiert.

Prof. Dr. Dr. Max Heiland