Herkömmliches Verschluss-System | Die Verdrahtung

Brustkorbverschluss mit herkömmlichem Stahldraht 

Nach der Sternotomie muss das Brustbein fest und sicher verschlossen werden, so dass der Betroffene seinem Alltag wieder unbeschwert nachgehen kann. Seit Jahrzehnten wird zum Verschluss des Brustbeins meist die gleiche Methode angewendet: Nach erfolgter Operation fügt der Chirurg das in der Mitte aufgesägte Sternum mit Stahldrähten wieder zusammen.

Dies geschieht ähnlich wie früher beim Verschließen eines Gefrierbeutels, bei dem der Verschlussdraht um die Öffnung des Gefrierbeutels gewickelt und dann mit den Fingern zusammengezwirbelt wird. Ähnlich wird auch das Brustbein mit dem Draht verschlossen. Die verdrillten Enden werden umgeklappt und das Gewebe sowie die Haut über dem Brustbein wieder zusammengenäht.

Risiken und Probleme

Incisive wires might cause instability, severe pain and infections. 

Bei Bewegungen lastet auf dem Sternumverschluss ein enormer Druck. Die Drähte müssen das Brustbein zusammenhalten. Schnelle Bewegungen und starke Belastungen sollte der Patient nach der OP deshalb unbedingt vermeiden, da das  Brustbein etwa 3 Monate benötigt, um wieder vollständig zusammenzuwachsen.

Gerade bei Patienten im hohen Alter, starkem Übergewicht, Diabetes, chronischem Husten und anderen Risikofaktoren könnten die Drähte Probleme verursachen. Oft sind die Verdrahtungen instabil, können sich öffnen oder in den Knochen einschneiden. Für diese Risikopatienten ist es deshalb wichtig, dass der behandelnde Arzt eine für den Patienten optimale Alternative einsetzt, die das Sternum dauerhaft fest und sicher zusammenhält.

 

Neben der Verdrahtung gibt es beispielsweise noch die folgenden Verschluss-Systeme:

  • Klammern

Die Metallklammern sehen aus wie große Tackernadeln. Sie werden zwischen jeder Rippe über das Brustbein gespannt und halten so das Brustbein zusammen.

  • Kordeln

Hierbei handelt es sich um Kordeln mit einer speziellen Flechtstruktur, mit denen das Brustbein zusammengebunden wird. Die Kordeln werden nach einiger Zeit vom Körper resorbiert (aufgelöst) und werden daher häufig bei Kindern verwendet, deren Knochen sich noch im Wachstum befinden.

  • Stahlbänder

Mit Hilfe eines speziellen Spanngerätes werden Stahlbänder um das Brustbein gespannt, um so die beiden Brustbeinhälften zusammenzuhalten.

  • Kabel

Hierbei werden Kabel um das Brustbein oder durch vorher in den Knochen eingebrachte kanülierte (durchlochte) Schrauben gezogen und anschließend gespannt, um die Brustbeinhälften zusammenzuhalten.

  • Platten

Um die Brustbeinhälften zusammenzuhalten, werden bei dieser Verschlussmethode Platten mit Schrauben auf dem Brustbein fixiert.