Das Brustbein | Anatomie

Das Brustbein bildet mit 12 Rippen und 12 Brustwirbeln den Brustkorb. Der Brustkorb wird hinten von der Wirbelsäule und vorne vom Brustbein stabilisiert und schützt so Herz und Lunge. Die Rippen sind aber keineswegs starr mit dem Brustbein verwachsen. Durch die Rippen-Brustbein-Gelenke sind die Rippen beweglich und ermöglichen so die Atmung.

Herzoperationen wie z.B. Bypass-Operationen, Herzklappenersatz oder Herztransplantationen finden in der Regel am offenen Herzen statt. Dabei wird das Brustbein (Sternum) längs durchtrennt und der Brustkorb geöffnet, um so ausreichenden Zugang zum Herzen zu erhalten. Jetzt kann die eigentliche Operation am Herzen beginnen.

Sternotomie

Als Sternotomie wird in der medizinischen Fachsprache die Durchtrennung des Brustbeins bezeichnet. Bei einer totalen Sternotomie wird das gesamte Brustbein längs durchtrennt, so dass der Chirurg einen optimalen Zugang zum Herzen erhält. Bei einer partiellen Sternotomie wird nur der obere oder untere Teil des Brustbeins durchtrennt, um so einen Zugang zum relevanten Teil des Herzens zu erhalten.

Der Chirurg schneidet mit einem Skalpell die Haut über die gesamte Länge des Brustbeins ein, danach durchtrennt er das unter der Haut liegende Gewebe. Anschließend wird das Brustbein mit einer speziellen Knochensäge längs durchgesägt. Um einen optimalen Zugang zum Herzen zu erhalten, wird der Brustkorb mit einem Spreizer auseinandergedrückt. Anschließend kann der eigentliche Eingriff am Herzen durchgeführt werden.

Nach dem Eingriff muss das durchtrennte Brustbein wieder geschlossen werden, damit der Knochen schnellstmöglich wieder zusammenwachsen kann.