Additive Manufacturing (AM) - Eröffnet Ihnen völlig neue Möglichkeiten in der Implantatgestaltung und deren Oberflächen!

Was ist das?

Mit "Additive Manufacturing" stehen Kliniken und Ärzten völlig neue Möglichkeiten zur Verfügung, um patientenspezifische Implantate innerhalb kürzester Zeit zu realisieren. Hier sei als Beispiel die Versorung einer Orbitabodenfraktur genannt, welche die KLS Martin Group in Zusammenarbeit mit den Kliniken innerhalb von fünf bis zehn Arbeitstagen leisten kann. Dieses Zeitfenster, sowie höchste Qualität und Planungssicherheit exakt passender Implantate, war aufgrund der aufwändigeren Prozesskette, bis dato nicht möglich.

Generativ gefertigte Implantate schließen diese Lücke: Sie werden CAD-gestützt konstruiert und ohne Umwege gefertigt. Wichtige Designmerkmale wie zum Beispiel gerundete, atraumatische Kanten, der ebenfalls mit aufgebrachte Insertionsvektor oder eine Messskala können gleich mit realisiert werden.

Das Implantat wird nach den Anforderungen und Bedürfnissen der Indikation so konstruiert und gefertigt, dass es den Wege nahezu von selbst in den Situs findet. Abweichungen zur präoperativen Planung, Fehlstellung oder Interferenzen mit umgebendem Gewebe sind somit nicht zu erwarten.

Ein weiterer Vorteil des Implantats ist, dass es rigide und belastbar ist und dass es nicht federn wird.

 

Wie funktioniert's?

Unter Additive Manufacturing versteht man einen 3-D Druckprozess aus dem Umfeld der generativen Fertigungsverfahren. In einer Hochdruckkammer wird Titanpulver mit Hilfe einer Rakel oder Rolle in den Arbeitsbereich transportiert. Ein Laserstrahl wird über einen Spiegel reflektiert, trifft auf das Titanpulver und bringt dieses zum Schmelzen (deshalb auch Lasermelting genannt). Das Material wird somit hoch verdichtet. Hat der Laser eine Arbeitsebene abgearbeitet, so wird die Arbeitsplattform abgesenkt und eine neue Schicht von Titanpulver aufgetragen. So wird Schicht um Schicht das Werkstück additiv gefertigt. Da die Leistungsdichte des Lasers extrem hoch ist, entstehen hochverdichtete und sehr formstabile Werkstücke.

 

AM-Verfahren

Welche Vorteile ergeben sich für den Anwender?

Im Kern lassen sich die Hauptvorteile des Additive Manufacturings wie folgt zusammenfassen:

  • Schnell: Es werden keine weiteren Werkzeuge oder Vorrichtungen  benötigt
  • Vielseitig: Freie Gestaltung der Implantate und deren Oberfläche
  • Osteokonduktiv: Ein offen gestalteter Implantatkörper ermöglicht das Einwachsen körpereigener Zellstrukturen
  • Komplexe Formen wie z.B. Waben-, Gitter oder poröse Strukturen sind möglich
  • Hochfest: Die Dichte und damit die Festigkeit des Materials wird höher sein als die eines vergleichbaren Werkstücks aus Reintitan