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19.07.2019 | Unternehmen

digital@bw Festival der Landesregierung zu Gast in der KLS Martin WORLD

Unter dem Motto „Fit und gesund durch Bits und Bytes“ veranstaltete die Landesregierung am 19. Juli ihr voll ausgebuchtes jährliches digital@bw Festival in Tuttlingen. 500 Besucher konnten durch Vorträge, Diskussionsrunden und Führungen in verschiedenen Medizintechnikunternehmen die Potenziale digitaler Gesundheitsanwendungen entdecken. Auch wir luden die Besucher ein, unsere digitalen Lösungen für die Individualisierung der Medizintechnik live in unserem Besucherzentrum KLS Martin WORLD zu erleben. Thomas Strobl, stellvertretender Ministerpräsident und Digitalisierungsminister, war ebenfalls unter den Besuchern.

„Zu einem sehr frühen Zeitpunkt haben sich der Landkreis, die Stadt Tuttlingen und viele Unternehmen beworben, das Gesundheitsfestival in Tuttlingen zu veranstalten. Dem sind wir gerne gefolgt – schließlich bietet Tuttlingen ein herausragendes Umfeld. Mit seinen rund 400 Unternehmen und 12.000 Arbeitsplätzen gilt die Region weit über unsere Landesgrenzen hinaus als Weltzentrum der Medizintechnik. Seit mehr als 150 Jahren arbeitet man hier im Medizinbereich – Medizinhandwerk und Medizininnovationen haben hier also eine lange Tradition. Hier sieht man: Gesundheit im digitalen Zeitalter wird in Tuttlingen schon richtig gelebt!“, betonte Digitalisierungsminister Thomas Strobl.

Die Individualisierung und Digitalisierung der Patientenversorgung begann für uns bereits 2014 mit dem ersten additiv gefertigten patientenspezifischen Implantat.

Unsere individuellen Implantate im Bereich der Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie stehen dabei nicht alleine, sondern werden von digitalen Software-Lösungen unter dem Gesamtkonzept Individual Patient Solutions (IPS®) begleitet. Die Vorstellung der digitalen Lösungen folgte in zwei weiteren Vorträgen von Thomas Samyn, Leiter Produktmanagement Implantat-Systeme und Sebastian Steppacher, Leiter operatives Produktmanagement Implantat-Systeme.

 „Um das Potenzial der Individualisierung zu nutzen, muss diese mit den Möglichkeiten der Digitalisierung kombiniert werden. Die digitalisierte Systemlösung macht den Unterschied“, so die Kernaussage von Thomas Samyn. Unser Ziel war es daher, den Prozess der Planung orthognather Fälle sowie der Bestellung und Herstellung eines patientenspezifischen Implantats zu digitalisieren, standardisieren und damit mehr Patienten zugänglich zu machen. Wie wir diese Vereinigung realisiert haben, demonstrierte er anhand des IPS CaseDesigner®, unserer Software zur virtuellen Planung und Simulation orthognather Fälle, sowie unseres IPS Gate®, einer digitalen Kommunikationsplattform, die dem Nutzer wie bei der Bestellplattform von Amazon die digitale Abwicklung des Planungs- und Bestellprozesses eines patientenspezifischen Implantats ermöglicht. 

Durch den digitalisierten und standardisierten Prozess werden wir allein in 2019 die Lebensqualität von 10.000 Patienten durch individuell angefertigte Implantate nachhaltig verbessern können. Dies illustrierte Sebastian Steppacher anhand eines konkreten Patientenfalls. Um noch mehr Patienten helfen zu können, arbeiten wir an der Erweiterung unserer Indikationen sowie der genutzten Technologien. Laut Thomas Samyn könnten in Zukunft die Themen Robotik, künstliche Intelligenz und Augmented Reality auch eine Rolle in der Produktentwicklung spielen.

Christian Leibinger, geschäftsführender Gesellschafter der KLS Martin Group, resümierte das Gesundheitsfestival als erfolgreiche Initiative der Landesregierung. Besonders begeistert war er davon, sich mit verschiedensten Institutionen und Personen über das Thema Digitalisierung und dessen Facetten austauschen zu können. „Von kontroversen ethischen Themen bis hin zu hoch innovativen Forschungsprojekten, wie dem Drucken von Organen, wurden alle Bereiche abgedeckt. Das war innovativ, informativ und hoch spannend. Ich möchte mich bedanken, dass wir hiervon Teil sein durften.“ 

Zur Pressemitteilung der Landesregierung