2. Enthält IPS Implants® TMJ Prosthesis Cobalt-Chrom?
Nein. Die meisten TMJ-Prothesenanbieter arbeiten mit einer Materialkombination, die Kobalt-Chrom enthält. Dadurch treten bei vielen Patienten allergische Reaktionen auf.
Wir haben uns bewusst gegen Cobalt-Chrom entschieden. Unsere Metallanteile der Prothesenkomponenten sind aus additiv gefertigter Titanlegierung Ti6Al4V.
3. Ist es möglich, die STLs der finalen Planungsdaten zu bekommen?
Ja. Wir möchten Ihnen einen Rundumservice bieten, welcher es erlaubt, die STLs für präoperative Darstellungen, intraoperative Navigation oder postoperative Analysen zu verwenden.
4. Kann eine IPS Implants® TMJ Prosthesis mit einer Orthognathieplanung verbunden werden?
Ja. Da wir sowohl orthognathe Eingiffe als auch die Prothese in-house planen und fertigen, sind solche Kombinationen für uns kein Problem.
5. Gibt es bei der orthognathen Planung in Kombination mit einer TMJ‑Prothese etwas zu beachten?
Wir empfehlen, bei kombinierten Eingriffen den Maxilla‑First-Ansatz zu wählen, da der Oberkiefer zuverlässig an der Schädelbasis referenziert werden kann. Die so definierte Maxillaposition dient anschließend als stabile Grundlage für die Unterkieferpositionierung. Dadurch wird sichergestellt, dass die individuell gefertigten Komponenten optimal passen und die geplante Okklusion präzise erreicht wird.
PI mal Daumen sollte man bei einer counterclock-wise rotation bei mehr als 10 Grad beachten, ob das Weichgewebe ausreichend ist.
6. Kann eine IPS Implants® TMJ Prosthesis mit einer Unterkiefer-Rekonstruktionsplatte verbunden werden?
Ja. Da wir sowohl Unterkieferrekonstruktionen als auch die Prothese in-house planen und fertigen, sind solche Kombinationen für uns kein Problem.
7. Gibt es bei der Rekonstruktions-Planung in Kombination mit einer TMJ‑Prothese etwas zu beachten?
Die Unterkieferkomponente wird standardmäßig mit Gewinden für winkelstabile Verschlussschrauben geliefert. Dies ist besonders vorteilhaft, wenn eine Rekonstruktionsplatte mit Transplantat eingesetzt wird, da die winkelstabile Fixation Mikrobewegungen ermöglicht, die das Einheilen und die Integration des Transplantats unterstützen können.
8. Kann auch nur eine sonderangefertigte Fossa bestellt und diese mit dem temporären Kondylenimplantat kombiniert werden?
Nein. Bei IPS Implants® TMJ Prosthesis handelt es sich um eine Total-Prothese.
Das temporäre Kondylenimplantat aus unserem Standard („Off-the-shelf“) Portfolio ist lediglich eine kurzzeitige Überbrückung (max. 2 Jahre) und kann nicht mit der IPS®-Variante kombiniert werden.
9. Tipps & Tricks für neue Anwender: Was sollte ich bei meiner ersten Operation mit der IPS Implants TMJ‑Prothese beachten?
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Titanium‑Guides verwenden: Besonders im sensiblen, kleinen Bereich der Fossa bieten sie zusätzliche Stabilität und Präzision.
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Einheitliche Schraubengröße: Viele Anwender verwenden 2.0‑Schrauben für Mandibula‑ und Fossa‑Komponenten, um Zeit zu sparen und nicht zwischen Schraubendrehern wechseln zu müssen.
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Weichteilsituation frühzeitig prüfen: Bei voroperierten Patienten oder erwarteter Narbenbildung sollten mögliche Maßnahmen (z. B. Distraktion) im Voraus eingeplant werden. Bitte informieren Sie unser Design‑Team, damit dies im finalen Design berücksichtigt werden kann.
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Standardschrauben bevorzugen: Für die Mandibula/Kondylenkomponente sollten überwiegend Standardschrauben genutzt werden, um die geplante Endposition optimal zu erreichen.
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Locking‑Option bleibt erhalten: Die Unterkieferkomponente wird grundsätzlich mit Gewinden gefertigt, sodass bei Bedarf auch Lockingschrauben eingesetzt werden können.
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Aseptische Arbeitsweise beachten: Vor dem finalen Einbringen der Prothese sollten Handschuhe – bei Bedarf auch der Kittel – gewechselt werden.