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Neun Nachwuchserfinder des Schülerforschungszentrums (SFZ) Südwürttemberg erhielten Gold- und Silber-Medaillen für ihre Forschungsprojekte auf der internationalen Fachmesse „Ideen – Erfindungen – Neuheiten“. Ermöglicht haben wir die Teilnahme bereits zum vierten Mal in Folge durch eine Spende in Höhe von 10.000 Euro an das SFZ.

Wenn im Herbst die iENA, eine der größten Erfindermessen der Welt, ihre Türen in Nürnberg öffnet, ist das Schülerforschungszentrum Südwürttemberg mit dabei. Seit einigen Jahren stellen dort kreative Schülerinnen und Schüler an einem eigenen Stand technische Entwicklungen aus, die sie zuvor an einem der acht SFZ-Standorte in Südwürttemberg ausgetüftelt haben. Viele Schülerideen wurden in den vergangenen Jahren von der Messeleitung ausgezeichnet, einige haben durch die iENA den Sprung auf die internationale Messeebene erreicht und haben dort weitere Auszeichnungen bekommen.

In diesem Jahr durfte sich das SFZ Südwürttemberg über drei Gold- und zwei Silbermedaillen freuen.

Möglich gemacht hatte den SFZ-Stand auf der Erfindermesse, wie bereits in den Jahren zuvor, das SFZ-Partnerunternehmen KLS Martin Group aus Tuttlingen. Der geschäftsführende Gesellschafter Christian Leibinger gratulierte: “Es ist toll, zu sehen, was hier jedes Jahr aufs Neue entstehen kann und mit welchem Erfindergeist und welcher Leidenschaft die jungen Schüler arbeiten. Diese Leidenschaft unterstützen wir gerne. Denn die Nachwuchsförderung liegt uns sehr am Herzen. Für uns als Unternehmen war sehr schnell klar, dass wir junge Erfinder und deren Arbeit unterstützen wollen.“

Mit Gold wurde ein Projekt aus dem SFZ-Standort Tuttlingen ausgezeichnet, das nicht aktueller sein könnte: Jan Reckermann (Immanuel Kant-Gymnasium Tut) und Sofia Mik (Gymnasium Spaichingen) haben ein Intelligentes Batteriemanagement für nachhaltige E-Mobilität entwickelt. Das Produkt setzt an einem der größten Probleme hochwertiger Akkusysteme an und verhindert, dass Leistung und Lebensdauer von der schwächsten Komponente im Akkuverband abhängen. Eine innovative Elektronik und Software regeln das Lade- und Entlademanagement so, dass im Vergleich zu aktuellen Akkus bis zu 30% mehr Ladezyklen bei voller Leistungsfähigkeit möglich sind. 

Ein weiteres Projekt vom SFZ-Standort Tuttlingen wurde mit einer Silber-Medaille ausgezeichnet: Mit einer Ausbeute von bis zu 90% haben Lorena Koch und Aileen Girschick (beide Gymnasium Spaichingen) eine Methode entwickelt, mit der aus einem Stoffwechselprodukt bestimmter Algenarten Oktan als Grundbaustein für weitere Prozesse gewonnen werden kann. Als Begleitprodukt lässt sich Wasserstoff abscheiden. Damit können Grundbausteine für Produkte der organischen Chemie bzw. Brennstoffe als Biokraftstoffe unter Einsatz regenerativer Energien nachhaltig gewonnen werden.

Ebenfalls am SFZ-eigenen Stand wurde auf der Erfindermesse das Projekt „Smarte Straßenlaterne“ ausgestellt. Durch das Einloggen via App kann die Straßenbeleuchtung durch Fußgänger gesteuert werden. Im Grundmodus sind die Leuchten energiesparend eingestellt. Bei Bedarf kann der Nutzer die Helligkeit an seine Bedürfnisse auf seinem Abschnitt anpassen oder die Leuchtfarbe je nach Witterung verändern. Sensoren in den Lampen erkennen Ort und Bewegungsrichtung des Nutzers. Noah Lindner und Georgi Parkov vom SFZ Friedrichshafen/ BZP Kressbronn wurden dafür ebenfalls mit Silber ausgezeichnet.

Winfried Sturm, Executive Committee Member of IFIA (Welterfinderverband) und Ambassador of Education in Science and Inventions will nun beide Tuttlinger Projekte, sowie ein Projekt vom SFZ-Standort Friedrichshafen, zu weiteren weltweiten Erfindermessen an den Stand der Bundesrepublik Deutschland mitnehmen und dort präsentieren. Grund für ihn sind die sehr hohe Güte und Innovationsfähigkeit der Erfindungen der SFZ-Teams.

Zwei weitere SFZ-Projekte erhielten ebenfalls Gold-Auszeichnungen: Über den Verband Deutscher Ingenieure (VDI) haben Jakob Rehberger und Jonas Münz vom SFZ-Standort Ulm eine von ihnen entwickelte Methode vorgestellt, die mittels Ultraschall Knochenimplantate entgratet. Die Schüler hatten in diesem Jahr bereits den Bundeswettbewerb von Jugend forscht gewonnen.

David Kern vom SFZ Eningen erhielt ebenfalls Gold für die von ihm entwickelte Schwarm-Sensorik, die in Waldgebieten installiert werden könnte und dort zur frühzeitigen Erkennung und Bekämpfung von Waldbränden beitragen könnte.